Erste-Hilfe-Kurse für Angehörige von Betroffenen mit psychischen Erkrankungen

Die Schweizerische Stiftung Pro Mente Sana bietet einen Kurs für Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Der Kurs versetzt nahestehende Laien in die Lage, auf Betroffene zuzugehen und erste Hilfe zu leisten.

Suizid ist in der Schweiz einer der häufigsten Gründe für frühzeitige Sterblichkeit. Gleichzeitig sind suizidale Gedanken in unserer Gesellschaft mit einem Tabu behaftet: Betroffene Menschen scheuen sich, offen über ihre Gedanken zu reden und sind häufig von Schuldgefühlen geplagt. Es ist wichtig, dass Angehörige, Freunde oder Familie psychische Probleme von Betroffenen rechtzeitig erkennen und Hilfe anbieten.
 
«ensa» wurde 2019 von der Schweizerischen Stiftung Pro Mente Sana mit Unterstützung der Beisheim Stiftung lanciert. Das Projekt ist die Schweizer Version des australischen Programms «Mental Health First Aid», welches seit dem Jahr 2000 erfolgreich in Australien durchgeführt wird. «ensa» hat zum Ziel, 

  • psychische Erkrankungen zu entstigmatisieren,
  • psychische Schwierigkeiten bei Mitmenschen rechtzeitig zu erkennen und
  • Laien zu befähigen, auf Betroffene zuzugehen und Hilfe anzubieten.

Im Erste-Hilfe-Kurs von «ensa» vermitteln geschulte Instruktorinnen und Instruktoren Grundwissen zu psychischen Störungen. Zudem lernen und üben Teilnehmende konkrete Erste-Hilfe-Massnahmen bei Problemen und Krisen. Sie können so einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität ihrer nahestehenden Menschen sowie sich selbst leisten. Das Kursangebot findet in mehr- oder halbtägigen Kursen ab CHF 150 statt.

Letzte Änderung: 14.02.2024

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